Schweidnitz

(polnisch ''Świdnica''), ehemaliger Hauptort des gleichnamigen Fürstentums, jetzt Kreisstadt in der polnischen .html"> (Woiwodschaft Niederschlesien), liegt in einem fruchtbaren Tal zwischen dem Zobten .html"> (Eulengebirge), an der Weistritz und der Linie Kamenz-Raudten der ehemaligen Preußischen Staatsbahn, 247 m ü. M., hatte vor 1945 2 evangelische und 2 kath. Kirchen, ein altes Rathaus mit berühmtem Keller und (1885 23.669 Einw. (darunter 8852 Katholiken und 358 Juden. Heute hat Schweidnitz ca. 60.000 Einwohner.

Geschichte

Die 1241 .html"> (1291) bis 1392 .html">schlesischen .html"> (Piasten). Sie wurde 1612 .html"> (Schweden) unter Torstensson und 1741 .html"> (Preußen) erobert, 1757 .html">Österreichern .html"> (1761) durch Handstreich den Österreichern abermals in die Hände. Von den Preußen 1762 .html"> (1807) bemächtigten sich ihrer die Franzosen, welche die Außenwerke schleiften. Nach Napoleons I. .html"> (1816) wiederhergestellt, später aber entfestigt. Durch die Industrialisierung der Stadt, die 1844 .html"> (Breslau). Die ehemaligen Festungswerke sind seit 1864 .html"> (1899) kreisfreie Stadt .html"> (1945) kam die zu 30 % zerstörte Stadt unter polnische Verwaltung, die deutschen Bewohner wurden zum größten Teil vertrieben .html"> (Biberach an der Riß) ist Partnerstadt von Schweidnitz.

Religionen

Die katholische Pfarrkirche St. Stanislaus und Wenzel wurde im 14. Jahrhundert .html"> (16. Jahrhundert) wurde die Basilika zur Halle ausgebaut. Im Dreißigjährigen Krieg musste die Kirche an die Katholiken zurückgegeben werden, ihr Innenraum wurde von den Jesuiten im barocken Stil umgestaltet. Die evangelische Friedenskirche "Zur Dreifaltigkeit" in Schweidnitz ist die größte Holzkirche Europas. Sie wurde den evangelischen Bewohnern im westfälischen Frieden 1648 zugestanden und 1657/58 als Fachwerkbau außerhalb der Stadt errichtet. Mit Schnitzereien, Malereien und Intarsienarbeiten sowie einer kunstvollen Kassettendecke entstand hier aus der Not ein bauliches Kunstwerk, das - mit Ausnahme der Friedenskirche in Jauer .html"> (Welterbe) der UNESCO gehört, mit Spenden aus Deutschland restauriert.

Wirtschaft

Die Fabrikationstätigkeit ist bedeutend; Schweidnitz hat Maschinen-, Möbel-, Handschuh-, Werkzeug-, Tonwaren-, Terrakotta-, Federbesatzstoff-, Wagen-, Zigarren-, Nadlerwaren-, Senf-, Tinte- und Sodawasserfabrikation, Orgelbauerei, Garnspinnerei, eine bedeutende mechanische Weberei, Pfefferkuchenbäckerei etc. Berühmt von alters her ist auch die Bierbrauerei ("Schweidnitzer Schöps". Umfangreich ist ferner der durch eine Handelskammer unterstützte Handel, namentlich in Getreide und anderen Landesprodukten. Schweidnitz ist Sitz eines Landgerichts, eines Hauptsteueramtes und hat ein Gymnasium, eine Präparandenanstalt, eine landwirtschaftliche Winterschule, ein Archiv, ein Theater, eine Landarmen- und Arbeitsanstalt, ein Waisenhaus etc. In der Umgegend starker Anbau von Flachs, Obst und Zuckerrüben sowie Zuckerfabriken.

Söhne und Töchter der Stadt

  • Manfred Kanther | (Manfred Kanther) (geb. 1939 - ehemaliger Bundesinnenminister

    Literatur

  • Schmidt, ''Geschichte der Stadt Schweidnitz'' (Schweidnitz 1846-48 , 2 Bde..

    Weblink

  • http://www.republikasilesia.com/Schweidnitz/allgemein.htm

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