Die
Schachstrategie
hat das Entwickeln eines Plans zur Spielführung im Verlauf einer einzelnen
Schachpartie | (
Schach|Schachpartie) zum Gegenstand. Besagter Plan muss von den Besonderheiten der Stellung auf dem Brett ausgehen. Das heißt, dass die Positionierung jedes einzelnen Bauerns und jeder einzelnen Figur entscheidenden Einfluss nimmt auf die Bewertung der Lage. Die Stellungsbewertung ist deshalb auch der erste Schritt beim Entwickeln des strategischen Planes.
In die Stellungsbewertung fliessen statische und dynamische Elemente mit ein. Statische Positionselemente bleiben über längere Zeiträume, sprich Zugfolgen vergleichsweise stabil. Dynamische Positionselemente sind dementsprechend vorläufig und verändern sich organisch im Verlauf einer Schachpartie. Da immer beide Elemente miteinander verflochten sind, muss jede Stellungsbewertung dauernd kritisch überprüft werden. Dieser Prozess der Stellungsbewertung verläuft zum grossen Teil unbewusst, sollte aber auch bewusst durchgeführt werden. Folgende Faktoren spielen bei der Stellungsbewertung eine Rolle:
# Das Materialverhältnis, das leicht abgezählt werden kann.
# Die konkreten Drohungen taktischer sowie strategischer Natur beider Seiten.
# Die Sicherheit der jeweiligen Könige.
# Die Kontrolle über wichtige Linien und Diagonalen.
# Die Bauernstruktur, insbesonders Bauernschwächen, sowie sonstige starke und schwache Punkte.
# Der Grad des Zusammenspiels der eigenen sowie der gegnerischen Figuren.
Im Anschluss an die Bewertung der Stellung erfolgt die Bestimmung der weiteren Vorgehensweise. Diese versucht eine Verbesserung in der Summe oder in einzelnen der oben erwähnten Elemente auf der eigenen Seite herbeizuführen, und/oder beim Gegenüber zu verhindern.
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