Luciano Berio

(
  • 24. Oktober .html"> (1925) - † 27. Mai .html"> (2003) war ein italienischer Komponist .html">elektronischen Musik | (Elektronische Musik|elektronischen Musik).

    Leben

    Berio wurde in Oneglia .html"> (Italien) geboren. Vater und Großvater, beides Organist .html">Klavierspiel .html">Zweiten Weltkriegs | (Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs) wurde er zur Armee eingezogen, verletzte sich aber bereits am ersten Tag mit einem Gewehr die Hand. Er verbrachte einige Zeit in einem Militärkrankenhaus, und floh schließlich, um sich einer Widerstandsgruppe anzuschließen. Nach dem Krieg studierte Berio am Mailänder .html"> (Giulio Cesare Paribeni) und Giorgio Federico Ghedini .html">Suite .html"> (Klavier). Zu dieser Zeit verdiente Berio seinen Lebensunterhalt mit der Begleitung von Gesangsklassen; dabei lernte er die amerikanische Sopranistin .html"> (Cathy Berberian) kennen. Sie heirateten kurz nach seinem Universitätsabschluss und waren bis 1964 verheiratet. 1951 ging Berio in die Vereinigten Staaten .html"> (Tanglewood) bei Luigi Dallapiccola .html"> serieller Musik .html">Darmstädter Ferienkursen für Neue Musik .html"> (Pierre Boulez), Karlheinz Stockhausen .html"> (György Ligeti) und Mauricio Kagel .html"> (Elektronische Musik) zu interessieren, und gründete 1955 mit Bruno Maderna .html"> (Studio di Fonologia Musicale), ein Studio für elektronische Musik. Er lud eine Reihe bedeutender Komponisten ein, hier zu arbeiten, darunter Henri Pousseur .html"> (John Cage). Darüber hinaus gab er eine Zeitschrift für elektronische Musik heraus, die ''Incontri Musicali''. 1960 kehrte Berio als "Composer in Residence" nach Tanglewood zurück, und 1962 nahm er auf Einladung von Darius Milhaud .html"> (Mills College) in Oakland, Kalifornien .html"> (Juilliard School) zu unterrichten, wo er das Juilliard Ensemble .html">zeitgenössischer Musik | (Zeitgenössische Musik|zeitgenössischer Musik) widmet. Ebenfalls 1965 heiratet er zum zweiten Mal. Währenddessen arbeitete Berio stetig an seinen Kompositionen. 1966 gewann er den Italian Prize für ''Labyrintus II'', 1968 wurde mit großem Erfolg sein wohl bekanntestes Wekt, die ''Sinfonia'' aufgeführt. 1972 kehrte Berio wieder nach Italien zurück. Von 1974 bis 1980 war er Direktor der Abteilung für Elektroakustik am IRCAM .html"> (Florenz) das Tempo Reale .html"> (IRCAM). Von 1994 bis 2000 war er "Distinguished Composer in Residence" in Harvard | (Harvard). Er komponierte bis an sein Lebensende. Luciano Berio starb 2003 in Rom | (Rom).

    Werk

    Berios elektronische Werke stammen zum überwiegenden Teil aus seiner Zeit am Mailänder Studio di Fonologia. Eines seiner einflussreichsten Werke aus dieser Zeit ist ''Thema (Omaggio a Joyce'' von 1958, in dem Cathy Berberian .html"> (James Joyce)s Ulysses | (Ulysses) liest. In einer späteren Arbeit, ''Visage'' (1961, erschaffte Berio eine wortlose emotionale Sprache, indem er Fragmente einer Aufnahme von Berberians Stimme arrangierte. 1968 vollendete Berio ''O King''. Von dieser Komposition existieren zwei Versionen, eine für Stimme, Querflöte .html"> (Klarinette), Geige .html"> (Violoncello) und Klavier .html"> (Martin Luther King) gewidmet, der wenig vorher einem Attentat zum Opfer gefallen war. Die Orchesterfassung von ''O King'' wurde kurz nach ihrer Vollendung in Berios wohl bekanntestes Werk integriert, ''Sinfonia'' (1968-69, für Orchester und acht verstärkte Stimmen. Die Stimmen werde nicht auf die traditionelle Art eingesetzt; oft singen sie gar nicht, sondern sprechen, flüstern und rufen sie Texte von Claude Levi-Strauss .html"> (Samuel Beckett), Aufführungsanweisungen aus Partituren von Gustav Mahler .html"> (Claude Debussy), Arnold Schönberg .html"> (Collage). Das Ergebnis ist ein Werk mit dem in der klassischen Musik üblichen Schema von Spannung und Auflösung - unter Verwendung einer völlig neuen Sprache. Zu jedem Zeitpunkt spielen die tatsächlich verwendeten Akkord .html"> (Melodie)n eine untergeordnete Rolle gegenüber der Tatsache, dass man ein bestimmtes Zitat von Mahler, Alban Berg .html"> (Postmoderne) in der Musik betrachtet. Auch wurde er als Dekonstruktion | (Dekonstruktion) von Mahlers zweiter Symphonie beschrieben, ähnlich wie ''Visage'' eine Dekonstruktion von Berberians Stimme gewesen war. ''A-Ronne'', von 1975, verwendet ebenfalls die Collagetechnik, konzentriert sich aber mehr auf die Stimmen. Es ist ein Stück für acht Stimmen und optionalem Klavierteil. Die Arbeit ist eine aus einer Serie von Kooperationen mit dem Dichter Edoardo Sanguineti .html"> (Bibel), T.S. Eliot .html"> (Karl Marx)' schuf. Nicht alle von Berios Arbeiten zitieren Werke anderer. Vielleicht die Bekannteste unter denen, die es nicht tun, ist die Serie von Kompositionen für Soloinstrumente unter dem Namen ''Sequenza''. ''Sequenza I'' entstand 1958 und ist für Querflöte .html"> (Violoncello), wurde 2002 vollendet. Gemeinsames Charakteristikum dieser Arbeiten ist, dass sie die Möglichkeiten des Instrumentes zu erkunden suchen, und oft neue Spieltechniken verlangen. Berio ist bekannt dafür, die Musik von anderen zu Adaptieren und zu Verwandeln, aber er unterwarf auch seine eigenen Werke diesem Prozess: die Serie der ''Sequenze'' war Ausgangspunkt einer Reihe von ''Chemins'' genannten Werken, die jeweils auf den ''Sequenze'' basieren. ''Chemins II'' (1967 etwa geht von der ursprünglichen ''Sequenza II'' für Harfe | (Harfe) aus und adaptiert sie für Solovioline und acht weitere Instrumente. Durch Hinzunahme weiterer Instrumente entstanden daraus weitere Ableitungen, ''Chemins III'', ''Chemins IIb'' und ''Chemins IIc''. Die Namen der abgeleiteten Werke folgen nicht zwangsläufig diesem Schema, so basiert etwa ''Corale'' von 1981 auf ''Sequenza VIII'. Neben eigenständigen Arbeiten unternahm Berio eine Reihe von Arrangements .html"> (Claudio Monteverdi), Henri Purcell .html"> (Johannes Brahms) und Gustav Mahler .html"> (Folk Song)s und von drei Liedern von John Lennon .html"> (Paul McCartney). Ebenfalls in diesen Zusammenhang gehört auch seine Vollendung von Giacomo Puccini .html"> (Franz Schubert) für seine ''Symphonie Nr. 10'' geschrieben hatte, und vervollständigte sie mit Musik, die er von anderen Werken Schuberts abgeleitet hatte. Zu den weiteren Kompositionen Berios gehören ''Circles'' (1960 und ''Recital I (for Cathy'' (1972, beide für Berberian geschrieben, und eine Reihe von Bühnenwerken, von denen ''Un re in ascolto'', in Zusammenarbeit mit Italo Calvino | (Italo Calvino) entstanden, vermutlich die Bekannteste ist.


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