Die

Lemminge

sind eine Gattungsgruppe .html"> (Wühlmäuse) (Unterfamilie ''Microtinae'' mit 4 Gattungen und 13 Art | (Art (Biologie|Arten. Sie gehören zu den Nagetiere .html"> (Nordeuropa), Nordamerika .html"> (Nordasien), also klimatisch recht kalte Zonen. Ihre Größe schwankt zwischen 7 und 15 cm. Den Winter verbringen sie unterirdisch unter der Schneedecke, sie halten keinen Winterschlaf | (Winterschlaf). Die Lemminge sind vor allem bekannt für ihre regelmäßig wiederkehrende Massenvermehrung und ihre Wanderungen (Lemmingzüge, bei denen sie oft auch an der Meeresküste nicht Halt machen. Sogar schwimmend vermögen sie geographische Hindernisse zu überwinden. Zu einem kollektiven Massenselbstmord, wie immer wieder behauptet wird, kommt es nach wissenschaftlichen Erkenntnissen bei ihnen aber nicht. Entsprechende Filmaufnahmen, insbesondere aus einem Disney | (Disney)-Film von 1958 (''White Wilderness'' sind gestellt. Die Tiere wurden in den Abgrund gestossen, sie sprangen keineswegs freiwillig in den sicheren Tod. Nicht eindeutig geklärt ist, wie es zu der regelmäßig alle 3 bis 5 Jahre stattfindenden explosionsartigen Massenvermehrung kommt. Nach den Untersuchungen des 1991 verstorbenen Ökologen Charles Elton .html"> (Tundra) nur spärlich zur Verfügung stehenden Moos .html"> (Gräser) und Wurzeln heißhungrig abgrasen. Jedoch taugt nur rund ein Drittel des von ihnen aufgenommenen Pflanzenmaterials zur Energiegewinnung, der Rest verlässt ungenutzt den Verdauungstrakt .html"> (Konkurrenz) um die spärliche Nahrung und zu Stress .html">aggressivem Verhalten .html"> (Hormonhaushalt) und die Fortpflanzungsrate .html"> (Immunsystem) der Tiere und sie werden anfälliger für Infektion .html"> (Parasit)en. Etliche Tiere verhungern im Extremfall. Bei geringerer Populationsdichte erholt sich die Vegetation wieder, was dann allerdings auch wieder die Zahl der Lemminge anwachsen lässt. So kommt es zu ständigen periodischen Populationsschwankungen. Einen gewissen Einfluss auf die Dichte der Lemmingpopulation mögen auch die im Gebiet lebenden , Schnee-Eule .html"> (Polarfuchs) und Falken-Raubmöwe .html"> (Beute) können sie sich ebenfalls gut vermehren und beenden dann das immense Populationswachstum der Wühlmäuse, zerstören aber gleichzeitig ihre eigene Nahrungsgrundlage. Wenn viele Räuber verhungern, werden wieder weniger Lemminge erbeutet und es kommt wieder zu einem Anstieg der Wühlmauspopulation. Im Winter scheint nach jüngeren Studien der Einfluss des Hermelins recht groß zu sein. Der Einfluss der Futterpflanzen auf die Lemmingpopulation dürfte aber, über das ganze Jahr betrachtet, wesentlich größer sein als die der Räuber-Beute-Beziehung | (Räuber-Beute-Beziehung). Um die periodische Massenvermehrung der Lemminge abzuwehren, hat das Gras | (Gras), von dem sich die Lemminge ernähren, eine besondere Waffe entwickelt. Alle paar Jahre wird über große Flächen alles Gras giftig. Die Lemminge finden in diesen Jahren plötzlich zu wenig Futter und versuchen deshalb aus diesen Gebieten in Nachbargebiete abzuwandern. Es kommt zu den bekannten Wanderungsbewegungen in alle möglichen Richtungen. ''Siehe auch:'' Berglemming | (Berglemming)


  • Home | Verzeichnis | | Mail

    Google-Suche | MSN-Suche

    History:
    Copyright (c), 2004


    Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document
    under the terms of the GNU Free Documentation License, Version 1.2
    or any later version published by the Free Software Foundation.
    A copy of the license is included in the section entitled

    "GNU Free Documentation License".

  • Content-type: text/html random number is 92