Das FreeBSD-Logo ist der
BSD Daemon | (
BSD Daemon)
FreeBSD
ist ein
Open-Source .html"> (
Betriebssystem) aus der
BSD .html"> (
Unix-Derivat)en.
Entwicklungsmodell
FreeBSD ist unter der
BSD-Lizenz | (
BSD-Lizenz) frei und kostenlos verfügbar
und wird von über 350 Entwicklern aus der ganzen Welt und unzähligen Benutzern kontinuierlich weiterentwickelt.
FreeBSD wird im Gegensatz zu
Linux .html"> (
CVS) verwaltet.
Die Entwicklung von FreeBSD läuft in mehreren Zweigen: Einem STABLE-Zweig (im April 2004 aktuelle Version 4.9, von dem alle 4-6 Monate neue Versionen veröffentlicht werden und einem CURRENT-Zweig (im April 2004 aktuelle Version 5.2.1, wo neue Features entwickelt und getestet werden, bevor sie nach einiger Zeit in den STABLE-Zweig überführt werden.
Das CVS-Repository wird über ein mehrstufiges Spiegelkonzept mittels des eigens entwickelten Protokolls
CVSup | (
CVSup) über die ganze Welt verteilt.
Die Kommunikation zwischen Entwicklern untereinander und mit Benutzern findet wie bei vielen Open-Source-Projekten hauptsächlich über das Internet statt (Mailinglisten, Newsgruppen,
IRC | (
IRC). Zusätzlich gibt es in verschiedenen Teilen der Welt so genannte BSDcons, bei denen Entwickler und interessierte Benutzer neue Projekte vorstellen und diskutieren.
Die größte BSDcon findet in den
USA .html"> (
USENIX)-Konferenz statt.
Koordiniert wird die Entwicklung vom ''Core Team'', das alle zwei Jahre von den Entwicklern mit CVS Zugriff gewählt wird.
Weitere Gruppen sind für spezielle Aufgaben zuständig, so gibt es zum Beispiel ''Release Engineering Teams'', die die Veröffentlichung von neuen Versionen koordinieren und ein ''Security Team'', das für die schnelle Behebung und Veröffentlichung von Sicherheitslücken zuständig ist.
Die Benutzer sind bei FreeBSD ähnlich wie bei Linux häufig in Usergroups organisiert.
Verbreitung
FreeBSD gilt als robust und stabil und ist deshalb vor allem bei Internet-
Provider .html"> (
Yahoo!) FreeBSD auf ihren Webservern ein.
Spuren von FreeBSD finden sich auch in verschiedenen kommerziellen Betriebssystemen, was auf das verwendete Lizenzmodell zurückzuführen ist.
Teile des
TCP/IP .html"> (
Microsoft)
Windows | (
Windows) stammen ebenso von FreeBSD ab
wie große Teile von
Apple .html"> (
Mac OS X) dessen Quellcode unter der Bezeichnung ''Darwin'' für PPC und i386 verfügbar ist.
Das JunOS der
Juniper | (
Juniper)-Router basiert ebenfalls auf FreeBSD.
Weitere BSD-Betriebssysteme sind
NetBSD .html"> (
OpenBSD). Zwischen den BSD-Betriebssystemen findet aufgrund der freien Lizenz und der durch die gemeinsame Herkunft vorhandene Ähnlichkeit ein reger Quellcodeaustausch statt.
Geschichte
FreeBSD war als Weiterentwicklung von
386BSD | (
386BSD) geplant, nachdem dieses nicht mehr weiterentwickelt wurde.
Die Entwicklung begann im Juli
1993 .html"> (
386BSD) und 4.3BSD-Lite (Net/2. Projektgründer waren Jordan K. Hubbard, Nate Williams, Rod Grimes und David Greenman. Im November 1993 erschien die erste Version FreeBSD 1.0.
Als Folge des Vergleichs im Urheberrechtsstreit zwischen
Novell .html"> (
UCB) wurden große Teile des Net/2-Quellcodes Novell zugesprochen. Dieser musste deshalb auch aus FreeBSD entfernt werden. Das im November 1994 erschienene FreeBSD 2.0 basierte deshalb auf den Quelltexten von 4.4BSD-Lite.
1998 .html"> (
2000)
Features
Bei der Entwicklung von FreeBSD konzentrierte man sich am Anfang hauptsächlich auf die
x86 .html">Alpha .html"> (
PC98). Mit FreeBSD 5 werden auch
Intel .html"> (
IA-64),
AMD .html"> (
AMD64), sowie
Sun SPARC | (
Sun SPARC)64 (UltraSPARC® Systeme unterstützt.
Eine Version für
PowerPC | (
PowerPC)-Prozessoren ist in Entwicklung.
Das Internetprotokoll TCP/IP Version 4 ist eine BSD-Entwicklung und so liegen FreeBSDs Stärken natürlich im Netzwerkbereich.
Mit der
IPv6 .html"> (
KAME)-Projekts waren die BSDs unter den ersten Betriebssystemen mit
IPv6 .html"> (
IPSec)-Unterstützung.
FreeBSD unterstützt Netzwerkprotokolle auf verschiedensten Ebenen, zum Beispiel
802.1q VLANs .html">PPP .html"> (
L2TP) und andere Tunnelprotokolle.
FreeBSD unterstützt verschiedenste Netzwerkhardware (Gigabit Ethernet,
WLAN .html">ATM .html"> (
ISDN),
FDDI .html"> (
Trafficshaper) zur Verfügung.
FreeBSD unterstützt die meiste gängige PC-Hardware:
USB .html"> (
Bluetooth),
PCMCIA .html"> (
SCSI) und
S-ATA .html"> (
RAID)-Controller. Allerdings werden - ähnlich wie bei Linux - die wenigsten Treiber vom Hardwarehersteller bereitgestellt, sondern von den FreeBSD Entwicklern selbst geschrieben. Für Netzwerkkarten gibt es jedoch neuerdings im CURRENT-Zweig eine Implementierung der Windows-
NDIS .html"> (
Intel)s
Centrino | (
Centrino).
Neben den "Basissystem" genannten Standard-Unixprogrammen stehen über die so genannten "
Port .html"> (
XFree86),
KDE .html"> (
GNOME),
Mozilla .html"> (
WINE) und
OpenOffice.org | (
OpenOffice.org). Ports bestehen legendlich aus Informationen, wo man die Software bekommt, und wie die Software zu installieren ist, und welche Änderungen für FreeBSD notwendig sind. Beim Installieren des Ports wird die Software (wenn möglich automatisch aus dem Internet heruntergeladen und nach dem herunterladen kompiliert und installiert. Natürlich kann man statt selber zu kompilieren auch Binärversionen der ports herunterladen und installieren. Die Software, die aus den Ports installiert wird, wird üblicherweise nach /usr/local/ installiert. Dadurch ist das System sehr sauber und übersichtlich.
Kommerzielle Linux Binary-only Programme (z. B.
Oracle .html"> (
Mathematica) können über den so genannten "Linuxulator" ausgeführt werden. Dies ist ein Wrapper, der Linux-
syscalls .html"> (
SCO)-
IBCS | (
IBCS)-Format existiert ein ähnlicher Emulator.
Außer den zusätzlich unterstützten Architekturen wurden in FreeBSD 5.x folgende neue Funktionen implementiert:
Verbesserte SMP | (SMP)-Unterstützung
KSE .html"> (Scheduler)
Eine GCC .html"> (Toolchain)
Mandatory Access Control policies (MAC | (MAC), ein Sytem zur Unterstützung von komplexeren Benutzerberechtigungen
ein neues Disk I/O System (GEOM | (GEOM), das unter anderem Dateisystemverschlüsselung beherrscht (GBDE
Das FFS | (Fast File System|FFS)-Dateisystem unterstützt jetzt Dateisystemcheck im Hintergrund und das Erzeugen von Dateisystem-Schnappschüssen
UFS | (UFS)2 unterstützt jetzt größere Dateisysteme
Unterstützung von ACPI .html"> (Bluetooth) und Cardbus | (PCMCIA|Cardbus)-Hardware
Unterstützung von 802.11g | (IEEE 802.11|802.11g)-WLAN-Karten (Atheros Chipsätze
Allerdings waren einige Neuerungen der Version 5.x umstritten. Matt Dillon startete den auf Version 4.x aufsetzenden Fork .html"> (DragonFlyBSD).
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