Die

Evolutionstheorie

(lat. .html"> (Evolution) = Entwicklung ist eine grundlegende wissenschaftliche Theorie .html"> (Biologie).

Ziel einer Evolutionsthorie

Die Evolutionstheorie versucht, Ursprung, Entwicklung und Vielfalt des Leben | (Leben)s auf der Erde zu erklären.

Besondere Problemstellungen

:
  • Unterschiede zwischen den nahe verwandten Organismen. (''Siehe'' Homologie (Biologie .html"> (Divergenz) :
  • Ähnlichkeiten zwischen nur entfernt verwandten Organismen. (''Siehe'' Analogie (Biologie .html"> (Konvergenz (Biologie :
  • n :
  • s bei Walen :
  • " :
  • Mosaike (''Beispiel'': Der Archaeopteryx .html"> (Dinosaurier)n auf.

    Diese Probleme stellen sich in vielen Teilgebieten der Biologie

    :
  • Morphologie (Biologie | (Morphologie (Biologie :
  • Anatomie | (Anatomie) :
  • Cytologie | (Cytologie) :
  • Biochemie .html"> (Photosynthese), der Porphyrin-Moleküle .html"> (DNA), Serum-Präzipitin-Test | (Serum-Präzipitin-Test) etc. :
  • Ethologie | (Ethologie) :
  • Ökologie | (Ökologie) und Geographische Verbereitung :
  • auf, während der erwachsene Vogel nur 4 Zehen und einen Laufknochen | (Laufknochen) besitzt.

    Grundbegriffe der Evolution

    Art | (Art (Biologie|Art

    Population | (Population)

    Evolutionsfaktoren

    Die phylogenetische Veränderung der Organismen wird durch drei Mechanismen erzeugt: # Genetische Variabilität (en und Rekombination | (Rekombination)en werden neue Gene und damit neue Eigenschaften erzeugt. # an die nächste Generation weitergegeben. # Zufallswirkungen: ''siehe'' Gendrift .html"> (Gründereffekt)

    Artbildung (''Speziation''

    Die Bildung neuer beruht im Wesentlichen auf reproduktiver voneinander isoliert sind Lebewesen, wenn sie nicht in der Lage sind, gemeinsam fortpflanzungsfähige Nachkommen zu zeugen. Dies erfolgt in drei Schritten: #Zwei (selten auch mehrerer Population .html"> (Barriere)n voneinander getrennt. Normalerweise ist dies eine geographische Isolation, beispielsweise durch geologische (Gebirgsbildung, Grabenbrüche, klimatische Vorgänge oder die Neubesiedlung von Insel .html"> (habitat)e oder Verhaltensänderungen iniitiert werden. #Getrennten Evolution beider Populationen, die zu unterschiedlichen Genpool | (Genpool)s führt #Entwicklung genetischer Inkompatibilität .html"> (Kopulation) unwahrscheinlich machen. Die Mechanismen der reproduktiven Isolation lassen sich unterscheiden in
  • präzygotische Isolationsmechanismen: zeitliche, habitat | (habitat)bedingte, ethologische und mechanische Isolation und
  • postzygotische Isolationsmechanismen: Gamet .html"> (Zygote)nsterblichkeit, Hybrid | (Hybrid)ensterblichkeit und Hybridsterilität.

    Geschichte der Evolutionstheorien

    Artkonzept

    =Carl von Linné | (Carl von Linné) (1707-1778

    = Er beschreibt als erster Pflanzen und Tiere in einem einheitlichen System und führt dabei die binominale Nomenklatur | (Nomenklatur) mit Gattungs- und Artnamen ein. Er geht davon aus, dass alle Arten seit Beginn der Welt unverändet vorhanden sind.

    =Ernst Mayr | (Ernst Mayr) (1904-

    = gilt als Begründer des biologischen Artkonzeptes. Er definiert eine Art (auch Spezies als "Gruppe von sich untereinander fortpflanzender Lebewesen, die reproduktiv von anderen solchen Gruppen isoliert sind".

    Katastrophentheorie

    =Georges Cuvier | (Georges Cuvier) (1769-1832

    = Begründer der Paläontologie | (Paläontologie) und der Katastrophentheorie. Auf Grund des ''Grundbauplan''-Konzeptes gelingt es ihm, Funde ausgestorbener Tiere rezenten Arten zuzuordnen. Das Auftreten unterschiedlicher Arten in verschiedenen Epochen erklärt er durch immer wieder auftretende Naturakastrophen, durch welche Arten aussterben und nach welchen neue Arten neu erschaffen weden. Arten sind demnach unveränderlich.

    Evolutionstheorien

    =Jean Baptiste Lamarck | (Jean Baptiste Lamarck) (1744-1829

    = Er stellt als erster Stammbäume für Lebewesen auf. Er erklärt die Veränderung der Arten druch die Anpassung der Lebewesen an ihre Umwelt und Lebensweise durch Gebrauch und Nichtgebrauch ihrer Organe. Die neu erworbenen Eigenschaften werden an die nächste Generation vererbt, wenn beide Eltern das Merkmal aufweisen.

    =Johann Wolfgang von Goethe | (Johann Wolfgang von Goethe) (1749-1832

    = Er führt die mannigfachen Ausbildungern der Pflanzen auf eine Urform aus Wurzel .html"> (Spross) und Blatt | (Blatt (Pflanze|Blatt zurück.

    =Etienne Geoffrey de St. Hilaire | (Etienne Geoffrey de St. Hilaire) (1772-1844

    = Er ist Begründer der Homolgie-Forschung (''siehe'' unten | (Evolutionstheorie#Homologisierung|unten). Ausdruck gemeinsamer Abstammung ist ein gemeinsamer Bauplan.

    =Charles Lyell | (Charles Lyell) (1797-1875

    = Er formuliert das Aktualitätsprinzip: Geologische Veränderungen werden nicht durch Katastrophen erklärt sondern verlaufen langfristig, stetig und sind auch heute noch zu beobachten.

    =Charles Darwin | (Charles Darwin) (1809-1882

    =

    =Louis Pasteur | (Louis Pasteur) (1822-1895

    = Er widerlegt die Urzeugung | (Urzeugung)stheorie experimentell.

    =Ernst Haeckel | (Ernst Haeckel) (1834-1919

    = Er sorgt für eine Verbreitung und Ausweitung der Evolutionstheorie Darwins, formuliert das (heute veraltete "Biogenetiche Grundgesetz" und spricht von einer Urzeugung zu Beginn der Entstehung des Lebens.

    =Ernst Mayr | (Ernst Mayr) (1904-...

    = Er gilt zusammen mit Theodosius Dobzhansky .html">synthetischen Theorie der Evolution .html"> (Selektion) mit den Erkenntnissen der modernen Genetik | (Genetik) in Einklang brachte.

    Konfliktpunkte

    Heute mehrheitlich unter Wissenschaftlern akzeptiert und durch Funde immer wieder bestärkt, war die Evolutionstheorie zunächst wegen ihrer revolutionären Ideen Anfeindungen ausgesetzt. Auch heute noch bestehen naturwissenschaftliche wie philosophische und theologische Einwände gegen die Evolutionstheorie (siehe die kritische Literatur und die kritischen Weblinks am Ende dieses Artikels. Nur wenige andere naturwissenschaftliche Theorien haben einen derart heftigen Diskussionsprozess in Gang gebracht wie sie. Vor allem mit dem Schöpfungsglauben vieler Religionen gab es scheinbar unüberbrückbare Widersprüche. Gerade unter religiösen Fundamentalisten | (Fundamentalismus|Fundamentalisten) lebt diese Ablehnung auch heute noch fort.
  • Die Evolutionstheorie widerspricht der christlichen und jüdischen Ansicht einer göttlichen Schöpfung .html"> (Kreationismus).
  • Sie widerspricht der Ansicht einer unveränderlichen, gleichbleibenden belebten Natur (Konstanz der Arten | (Konstanz der Arten).
  • Sie widerspricht der Ansicht, dass die Entwicklung der verschiedenen Lebensformen auf ein Ziel hin ausgerichtet ist. (Teleologie | (Teleologie)
  • Sie widerspricht der Ansicht von der Vererbung erworbener Eigenschaften. (Lamarckismus | (Lamarckismus)
  • Sie widerspricht auch der Ansicht, dass das heutige Leben ohne Einfluss des Zufall | (Zufall)s entstanden sei.
  • Oft wird angeführt, etwas so Kompliziertes, wie z.B. der Mensch, könne nie durch Zufall entstehen. (Siehe oben ''Mischprozess aus Zufall und Gesetzmäßigkeit'' Der von Kritikern häufig angeführte (vermeintliche Widerspruch zum 2. Hauptsatz der Thermodynamik .html"> (Entropie) nimmt zu trifft auf die Evolution nicht zu, da die Erde kein abgeschlossenes System darstellt, also die Voraussetzung zur Anwendung des 2. Hauptsatzes (Abgeschlossenheit nicht erfüllt ist. Desweiteren kann selbst in einem isolierten System die Entropie ''lokal'' abnehmen, ohne dass der 2. Hauptsatz für das Gesamtsystem verletzt wäre.

    Einteilung und Entwicklungen

    Seit ihrer ursprünglichen Formulierung hat sich die Evolutionstheorie in vielfacher Hinsicht weiterentwickelt. Als direkter Nachfolger der Darwinschen Evolutionstheorie gilt die klassische neodarwinistische Evolutionstheorie .html"> (Ernst Mayr) zur Synthetischen Theorie der Evolution weiterentwickelt. Durch die Einbeziehung der informationstheoretisch .html"> (Ludwig von Bertallanfy) entwickelte insbesondere die Wiener Schule (Rupert Riedl .html"> (Systemtheorie der Evolution)'''. Auch die Frage, wo die Selektion ansetze, ist Modifikationen unterzogen. So geht die darwinistische Theorie davon aus, dass die Selektion auf der Ebene des geprägt, wonach auch Gene, die zu einer Beeinträchtigung des Organismus führen, selektiert werden, sofern sie Merkmale hervorrufen, die die Verbreitung dieses Gens unterstützen. Auf diese Weise werden Phänomene wie die Ermordung von Affenbabys durch Männchen, die nicht der biologische Vater sind, erklärt, ebenso die zum Teil für das Überleben hinderlichen Sexualdimorphismen wie übergroße Geweihe, auffällige Federkleider usw. Aktuell diskutierte Probleme sind auch:
  • Die Koevolution .html"> (Symbiose)n, so erscheint es fraglich, wie die tiefgreifenden Abhängigkeiten von Symbiosepartnern (z.B. bei Flechten entstehen konnten. Ebenso erstaunlich sind die wechselseitigen Anpassungen von Insekten und Blütenpflanzen. Sehr oft hat man aber fossil oder rezent Zwischenstufen gefunden, die die parallele Evolution verständlich machen.
  • Die Evolution der Evolutionsmechanismen. Hier hat die Molekularbiologie .html"> (20. Jahrhundert)s noch davon aus, dass die DNA .html"> (Intron)s , Exon .html"> (Splicings) und insbesondere des alternativen Splicings | (alternatives Splicing|alternativen Splicings) gezeigt, dass die Ursachen der genetischen Varabilität bereits auf molekularer Ebene Evolutionsprozessen unterworfen sind.
  • Die Evolution tiefgreifender Änderungen (Makroevolution .html">Tierstämmen .html"> (Genmutation)en, Chromosomenmutation .html"> (Genommutationen) und Rekombination .html"> (Meiose) erkannt waren, war schwer vorstellbar, wie sich bestimmte Merkmale ohne Zwischenstufen ohne eigenen Selektionsvorteil entwickelt haben könnten. Solche Erscheingen findet man speziell bei Eukaryont .html"> (20. Jahrhundert)s gezeigt, dass DNA-Sequenzen multifunktionell sein und - je nach Splicing - zu unterschiedlichen Protein .html"> (Genom) zu konservieren, da damit die Ausprägung neuer Merkmale durch verändertes Splicing oder Änderungen der Genregulation weitaus schneller und tiefgreifender sein kann als es durch einen Austausch von DNA-Basen der Fall wäre.

    Literatur

  • n des 20. Jahrhundert | (20. Jahrhundert)s.
  • Ernst Mayr: ''Artbegriff und Evolution''. Hamburg, Berlin: Parey-Verlag, 1967. (Voluminöser Klassiker der Evolutionstheorie für Biologen mit einer Fülle von wissenschaftlich belegtem Dokumentationsmaterial.
  • Rupert Riedl | (Rupert Riedl), ''Riedls Kulturgeschichte der Evolutionstheorie. Die Helden, ihre Irrungen und Einsichten.'' Berlin: Springer-Verlag, 2003. 236 S. m. 39 Abb. 24 cm. ISBN 3-540-43668-5
  • Heinrich Meier | (Heinrich Meier) (Hrsg.: ''Die Herausforderung der Evolutionsbiologie''. Serie Piper Bd. 997. München: Piper-Verlag. 3. Aufl. 1992. Mit 28 Abb. ISBN 3-492-10997-7
  • Ulrich Kutschera | (Ulrich Kutschera): ''Evolutionsbiologie. Eine allgemeine Einführung.'' Blackwell Wissenschafts-Verlag, Parey, 2001. 284 S. m. 104 Abb. ISBN 3-8263-3348-9
  • Mathias Gutmann | (Mathias Gutmann): ''Die Evolutionstheorie und ihr Gegenstand. Beitrag der Methodischen Philosophie zu einer konstruktiven Theorie der Evolution'' (Studien zur Theorie der Biologie Band 1. Berlin: Verlag für Wissenschaft und Bildung, 1996
  • Richard Dawkins | (Richard Dawkins): ''The Selfish Gene.'' Oxford: Oxford University Press, 1976. New Edition 1989.
  • Richard Dawkins: ''The Blind Watchmaker.'' London u.a.: Penguin, 1986. Reprint 1991.

    Evolutionskritische Literatur

  • Blechschmidt, Erich: Wie beginnt das menschliche Leben? Vom Ei zum Embryo, 6. neubearbeitete Auflage, Stein am Rhein 1989
  • Eraßme, Rolf: Der Mensch und die "Künstliche Intelligenz" - Eine Profilierung und kritische Bewertung der unterschiedlichen Grundauffassungen vom Standpunkt des gemäßigten Realismus, philosophische Dissertation an der RWTH Aachen

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